August 9

Brief an einen Freund

Hallo Ihr lieben,

lang habe ich nichts mehr geschrieben. Es hat sich nicht danach angefühlt. Auch heute fühlt es sich nicht danach an, Erfahrungen hier zu teilen, welche ich aktuell durchlebe.

Beim durchscrollen meiner Notizen auf meinem Telefon, fand ich einen Brief an einen Freund wieder. Anfang des Jahres, in einer sehr schmerzvollen Zeit, welche ich bis heute nicht überwunden habe, verfasste ich folgende Zeilen, welche mir heute wieder helfen, mir näher zu kommen.

Gern teile ich diese heute mit Euch!

Uns alle(s) Liebe ❤️

 


Brief an einen Freund – Feb’17

 

hallo mein freund,
ich schreibe dir diese zeilen, weil ich glaube, dass du mich verstehen kannst. auf meinem weg, dem weg der liebe, habe ich mich verloren, verloren in „menschliche gelüste“.
ich gab mich hin der liebe zwischen mann und frau, lernte dabei grenzen von mir kennen, welche ich bis dahin noch nicht kannte. ich verlor mich im verliebt sein in einen menschen, so sehr, dass mir mein ego in extremen formen meine muster und minderwertigkeiten vors gesicht zerrte, so sehr, dass es schmerzt.
ich lerne mich kennen, meine bedürfnisse, wonach ich mich sehne, dass ich mehr auf mich achten muss und dass viele menschen mit meiner gelebten offenheit, mein inneres nach außen zu tragen, nicht klarkommen.
hier an diesem punkt stehe ich nun, wohlwissend in welche richtung es gehen sollte für mich.
doch fehlt mir der mut, mich abzuwenden dem menschlichen, und mich wieder hinzugeben, dem wahren sinn, der universellen liebe, dem göttlichen…

mein ego ist so stark!
in mir gibt es noch so viele menschliche bedürfnisse…
ich sehne mich nach geborgenheit, stabilität u. dem gefühl von zusammengehörigkeit.
auch glaube ich, die polyamorie ist tatsächlich nichts für mich, oder die bisherigen partnerinen passen nicht dazu. (wenn ich daran denke, bei einer klangreise sind x männer im raum, welche mit dem mir geliebten menschen schlafen, dreht sich mein magen um…
das ist mir zu viel!
aber was tun? die geliebte frau verlassen? ich liebe sie so sehr!)
je mehr ich diese frau liebe, desto schwerer ist es für mich, mit ihr zusammen sein. das ist so paradox!

sie kann so kalt und abweisend, desinteressiert sein. warum tut mir das weh, obwohl mir bewusst ist, dass es nichts mit mir zu tun hat?
die antwort zu kennen hilft mir auch nicht, den schmerz nicht zu spüren.
oder meine antwort ist nicht die richtige für mich.

noch ein paradoxon und oxymoron:
prem baba, am zweifeln an der liebe…

ich glaube ich werde gestärkt aus dieser periode meines lebens gehen, auf dem mir rechten pfad zurück finden und weiterhin die liebe in die welt tragen! ich werde lernen mit den ego-bedürfnissen umzugehen und mich nicht mehr selbst zu vernachlässigen, um die bedürfnisse anderer zu befriedigen.

ich vergebe mir!
ich vergebe dir!
ich liebe mich!
ich liebe dich!

mein freund, ich wünsche dir ein gesegnetes neues jahr.
in der hoffnung auf ein baldiges wiedersehen…

uns alle(s) liebe ❤
prem baba

 

Katgeorie:Allgemein, Bedingungslose Liebe, Ego | Kommentare deaktiviert für Brief an einen Freund
Februar 22

Zeit

Für mein kleines süßes Hippie-Mädchen!

Ich liebe Dich ❤

 

Zeit

mit Dir sie war soo kurzweilig
mit Dir sie war so schön
ob lachen, lieben oder reden,
sie war zu schnell am vergehen

wir redeten so manche Nacht
wir weinten und wir lachten
wir konnten alles sagen uns
was immer wir auch dachten

wir liebten uns, oh war das schön
denk ich gern an diese Zeit zurück
doch vergänglich nunmal alles ist
nun dank ich dir für dieses Glück

ich liebte wie wir gemeinsam waren
wär gern geblieben mit Dir im SEIN
ich liebte wie unsere Herzen sich umarmten
nichts schöneres mir fällt noch ein

gern würde ich vergessen
gern würde ich vergeben
dann könnten wir wie damals
glücklich miteinander leben

sie soll heilen alle Wunden
oh ich hoffe es soo sehr
der Schmerz ist unerträglich
möchte fühlen ihn nicht mehr

so wart ich nun der Tage
dass ich sagen kann, ich bin befreit
dann schließ ich Dich in Herz und Arme
vergeh doch schneller, du unsere ZEIT

alle(s) liebe zum Valentinestag 😘

Katgeorie:Allgemein, Bedingungslose Liebe | Kommentare deaktiviert für Zeit
Januar 15

Liebe hoch 3 ❤️❤️❤️

Liebe != Liebe != Liebe
oder
Liebe hoch 3! ❤️❤️❤️

(!= ist das Zeichen für nicht gleich)

 

Auf meinem Weg, dem Weg der Liebe, erfahre ich immer wieder neues. Es ist ein einziger Prozess des Erfahrens und Lernens, als gleich des Gebens und Teilens.

 

Alles ist, wie ich immer dazu sage, subjektiv. Selbst wenn die Gefühle oder die Erfahrungen die gleiche sind, können die Worte beim Versuch es zu beschreiben völlig andere sein.

Dies macht es etwas schwierig, eine allgemeingültige Beschreibung abzugeben. Wobei es diese eh nicht geben wird.

 

Im Moment habe ich das große Glück, die Liebe auf 3 verschiedene weisen gleichzeitig kennen zu lernen und zu erfahren. ❤️

Es ist unbeschreiblich! Ich versuche es trotzdem. ????

 

Zum ersten ist da die Liebe als Zustand. Die universelle Liebe, man SELBST SEIN, in seiner Mitte, In der Liebe – verbunden mit dem universellen Bewusstsein, mit dem göttlichen, dem Chi, der Liebe, dem Quantenfeld, der Raum/-Feldenergie oder wie immer es gern genannt wird. Sich diesem Bewusst zu sein, es zu fühlen.

Allein dieser Zustand ist mit Worten kaum od. gar nicht zu vermitteln. Er muss erfahren werden, um ihn fassen zu können.

Für mich einer der Grundsteine für die bedingungslose Liebe, gelöst vom Ego.

 

Zu dem Zustand Liebe, wir haben ihn „meditative Liebe“ genannt, kommt die Liebe als Gefühl. In meinem Fall das bedingungslose Lieben. Ich liebe ohne Bedingungen und ohne Erwartungen. Alles ist gut so wie es ist. Man gibt ohne die Erwartung, etwas dafür zurück zu bekommen. Allein das geben der eigenen Liebe, erzeugt ein enormes Glücksgefühl bei einem selbst.

Es nimmt dem geliebten Menschen zB. die Ängste, irgend welche Erwartungen nicht erfüllen zu können. Es gibt schlicht keine Erwartungen!

 

Die dritte Form der Liebe, welche ich gerade erleben darf, ist das verliebt sein. Dieses Gefühl dürfte jeder kennen, Schmetterlinge im Bauch, das „Bedürfnis“ den geliebten Menschen so oft wie möglich um sich zu haben, ihn zu sehen, zu riechen, zu schmecken und zu spüren. Ihn quasi mit allen Sinnen „zu verschlingen“.

 

Jedes dieser Arten von Liebe, ist für sich schon eine sehr schöne Erfahrung und macht jeden Glücklich.

Wenn nun alle 3 aufeinander treffen, bzw. zusammen „wirken“ oder verschmelzen, meint man nicht von dieser, und auch nicht auf dieser Welt zu sein.

Das Herz sprengt den Brustkorb, die Luft wird abgeschnürt, der ganze Körper steht unter Strom.
Zeitgleich fühlt man eine Verbindung zu den Menschen in seinem Umfeld, ein Gefühl der Einheit, des EINS SEINS! Alles ist Liebe! Alles ist reine Energie! Alles fließt… ❤

„Ich würde sagen… Innere Wärme, Herzhüpfer, ein intensives Flowerleben, ein Gefühl das bei dem Gedanken an Dich ein Lächeln in mein Gesicht zaubert ohne das es mir bewusst ist. Es ist wie mein Herz lacht.“

 

Danke, kleines süßes Hippie Mädchen, das es Dich gibt, und ich diese Erfahrung dank Dir u. mit Dir gemeinsam erleben darf. Ich liebe Dich ! ❤

 

Interessant dabei ist die Rolle des Beobachters. Er sieht wie sich Verstand und Ego melden, auf sich aufmerksam machen. Nun wird sich zeigen, in wie weit sich meine Theorie unter bedingungsloses lieben in die Praxis umsetzen lässt. Wie weit ich mit der Polyamorie tatsächlich bin, und was es mit mir macht. Es ist eine sehr spannende Reise! Ich werde davon berichten… 😉

 

Alle(s) Liebe Euch ❤

Katgeorie:Allgemein, Bedingungslose Liebe | Kommentare deaktiviert für Liebe hoch 3 ❤️❤️❤️
September 3

Diese Frau ❤

Es gab diese Frau
ich liebte sie sehr
sie konnt’s nicht erwidern
das macht heut nix mehr

ihr Seele ist rein
ein Herz wie ein Löwe
doch ist sie sehr fern
sehr fern von der Liebe

wie sehr wünsch ich ihr
die Liebe zu spüren
irgend wann kommt sie
wird auch sie berühren

sie entzündete in mir
die Liebe zu leben
ich dank Dir dafür
kann ich nun so viel geben

gern gebe ich Dir
ein bischen zurück
vielleicht öffnets Dein Herz
und du erfährst Glück

das wünsche ich Dir
von ganzem Herzen
wünsche mir weg
all deine Schmerzen

ich liebe Dich

August 20

Bedingungsloses Lieben ❤

Hallo Freunde ,

 

Bedingungslose Liebe
oder
bedingungsloses lieben…

Bedingungslose Liebe ist frei von allem.
Sie IST! Alles und jeder wird geliebt, man ist eins, mit allem verbunden. Man weiß es nicht nur, sonder man fühlt es, man lebt es, man strahlt es aus.

 

IMG_2372Bedingungsloses Lieben – nicht mit dem Ego

Bedingungsloses Lieben ist ein gebendes Gefühl, oder besser ein Zustand. Sie kann nicht ein verlangt werden.
Man kann sie selbst nur leben, und geben.

Ich liebe Dich! – Fertig… – Kein wenn, kein aber.

Keine Angst einen Menschen zu verlieren, man hat ihn nie besessen.
Keinen Anspruch auf einen Menschen zu haben, zb. zeitlich oder räumlich.
Keine Erwartungen an diesen Menschen zu haben, keine Bedingungen zu stellen für die Liebe zu Ihm.
Diesen Menschen so nehmen wie er IST. Er ist wie er ist, gut gelaunt, schlecht gelaunt, fröhlich oder traurig.
Mal abweisend, mal nähe suchend. Die Seele bleibt immer die gleiche, im besten Fall liebend.

Das Gefühl der Bedingungslosen Liebe, oder der Zustand der Bedingungslosen Liebe unterliegt keiner vom Ego „inszenierten“ Dramen oder Themen.

Eifersucht zb. ist ein solches, wenn nicht das größte Ego Drama diesbezüglich.
„Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht was Leiden schafft.“
Ohne dem Wunsch bzw. der Erwartung des Egos auf alleinigen Anspruch auf einen Menschen, quasi den Besitz des Menschen – denn was anderes ist es nicht, gibt es auch keine Eifersucht.
Wie kann man jemanden lieben, wenn man diesen Menschen „einsperrt“ und „besitzen“ will?

Das Ego spielt einem sehr gern streiche, es erzählt einem etwas, ich nenne es mal „Ideen“, in welche man sich dann hineinsteigern kann. Je größer das Gefühl zu einem Menschen, desto schwerer die „Ideen“.

Bsp.:
Er meldet sich nicht, bzw. antwortet mal nicht wie erwartet oder nicht schnell genug.
Ich muss das und das leisten oder mich so und so verhalten, dass er mich liebt.
Ich brauch min. 1 cm Schminke im Gesicht, das Kleid, die Schuhe, das Auto usw., dass er mich liebt.
Er könnte diese und diese Erwartungen haben die ich erfüllen muss, dass er mich liebt.

Die Liste ist um einiges erweiterbar, ich meine Ihr wisst was ich sagen möchte.

 

— Theorie —

Wenn der geliebte Mensch das Bedürfnis hat, Zeit mit einem anderen Menschen zu verbringen, oder Zärtlichkeit mit einem anderen Menschen auszutauschen, weil ihm das gut tut und Glücklich macht, ist das dann schlecht?
Ich meine das hat seine Berechtigung. Frei von unseren Ego-Besitz-Ansprüchen kann man einem Menschen dies gar nicht verwehren.

Wie kann ich glücklich sein, wenn der geliebte Mensch es nicht ist?

Ich rede hier nicht vom Fremdvögeln eines Ego-basierten Menschen, weil dieser Geil ist!
Nicht das wir uns missverstehen.
Ich rede von Lieben… vom bedingungslosem Lieben…
Von Menschen die frei vom Ego (dies bezüglich) sind. Menschen die ihr Selbst leben…

Wie gesagt, theoretisch…

Die Praxis wird sich mir zeigen, und ich kann dann daran wachsen.

Wie immer subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. 😉

Alle(s) Liebe Euch

August 16

Die neuen Beziehungen

Ich habe grad nen schönen text gelesen, und möchte ihn mit euch teilen…

 

 

„Die neuen Beziehungen

Ich weiß, dass viele Menschen auf dem Weg derzeit auf der Suche sind nach einer neuen Art, ihre Beziehungen zu leben. Für mich selbst war nach vielen schmerzhaften, enttäuschenden und kräftezehrenden Erfahrungen eine Grenze erreicht, an der mir sehr klar wurde, dass ich Beziehungen in der alten Art nicht mehr leben möchte. Anderen Menschen scheint es sehr ähnlich zu gehen.

Aber was ist eine neue Beziehung? Was macht sie aus? Und wie kommen wir da hin? Um es vorweg zu nehmen: Beziehungen sind für mich nur ein Spiegel und so ist der Weg zu einer neuen Beziehung nichts anderes, als der Weg zur eigenen Verwirklichung und Heilung – die komplette Transformation unserer Beziehung zu uns Selbst.

Ich denke, dass das Ausmaß der inneren Veränderung, die nötig ist, um eine neue Beziehung zu führen von vielen weit unterschätzt wird. Es ist kein Herumdoktern an den alten Beziehungen, es ist etwas ganz neues. Die neue Beziehung ist die Folge der persönlichen Heilung und eines tiefen Bewusstseinswandels.

Neue Beziehungen kann man nicht wollen oder machen, sie sind Folge eines großen Shifts im Bewusstsein, den ich hier aus meiner Perspektive beschreiben möchte. Neue Beziehungen haben kaum Gemeinsamkeiten mit dem, was wir gewöhnlich unter Beziehung verstehen, auch wenn sie äußerlich fast gleich aussehen können.

Die drei Stufen der Beziehung

Ich sehe drei Stufen von Beziehung, wahrscheinlich gibt es weit mehr, aber diese drei scheinen mir sehr zentral zu sein.

1. “Normale” (Ego)-Beziehungen (auch karmische Beziehung, 3-Dimensionale Beziehung)

2. Heilende Beziehungen (auch vierdimensionale Beziehungen)

3. Neue Beziehung (auch erwachte Beziehung, Soulmate-Beziehung, fünfdimensionale Beziehung)

In der ersten Stufe sind wir völlig verloren in Projektionen und Energiespielchen. Wir sind in einer energetischen und emotionalen Abhängigkeit voneinander. Es geht meist um “den anderen”, der uns beglückt, oder verletzt, den wir lieben oder hassen, der wundervoll ist oder sich ändern soll. Emotionale Abhängigkeit und Sucht überwiegt hier bei Weitem wirkliche Liebe.

In der zweiten Stufe haben wir erkannt, dass der andere nur ein Spiegel unserer Selbst ist. Wir verstehen die Beziehung als Lehrer, um mehr über uns selbst zu erfahren, unsere Wunden zu heilen. Wenn Schmerz auftritt, projizieren wir dies nicht auf den anderen, sondern suchen Heilung in uns selbst. Wir bemühen uns um eine offene und wahrhaftige Kommunikation, abseits von Projektionen und Schuldzuweisungen (Paargespräch, Gewaltfreie Kommunikation etc.) Obwohl die Projektion auf die andere Person – und damit Streit, Schwere und Kampf – größtenteils aufgehört hat, gibt es nach wie vor eine Projektion auf Beziehungen an sich und auf die Liebe zwischen den Partnern. Nach wie vor versuchen wir, bestimmte Bedürfnisse durch die Beziehung zu befriedigen, unseren Urschmerz der Trennung zu lindern. Darum verliert man sich in dieser Phase trotz aller Bewusstheit immer wieder in der Beziehung – gerade im bewussten Umgang mit diesen Punkten liegt jedoch auch die Möglichkeit zur Heilung.

In der dritten Stufe findet ein radikaler Shift statt. Im Grunde hört Beziehung im alten Sinne des Wortes fast auf. Beide Partner haben eine feste Anbindung an ihre eigene Quelle und sind heil in ihrer eigenen Liebe. Aus “ich liebe dich” wird “ich liebe” oder sogar “ich bin Liebe”. Die wirkliche Beziehung besteht zwischen dem Einzelnen und Gott. Der Partner ist nur ein äußerer Spiegel der Beziehung zum eigenen Herzen, zu Gott, zum inneren Mann oder der inneren Frau. Beide Partner genießen ihre eigene Liebe und genießen es, den anderen in seiner Liebe zu sehen und genießen das Feld, dass durch diese Liebe erschaffen wird. Beide sind autark. Beide sind allein. Beide genießen den anderen in völliger Freiheit.

Horizontale und vertikale Energieverbindungen

Der gesamte Prozess wird sehr viel leichter zu verstehen, wenn man die Natur der Energiespielchen versteht, die wir gemeinhin Beziehung nennen. Die Formulierung, dass wir uns mit jemandem verbunden fühlen, ist nämlich auf der energetischen Ebene sehr real. Durch unsere mentalen und emotionalen Projektionen auf den anderen entstehen Energieschnüre, die ich mal bildlich als “Sauger” bezeichnen möchte. Ich persönlich sehe sie hauptsächlich im Bereich des Sakralchakras, des Nabels und Solarplexuschakras. Eine etwas andere Art besteht oft auch zwischen den Herzen, die ist heller und leichter.

Als ich genügend Ehrlichkeit entwickelte hatte, war es relativ einfach für mich zu sehen, dass ich fast immer in der Beziehung etwas vom anderen wollte – auch wenn es äußerlich schien, als würde ich etwas geben. Akzeptiert der andere dieses Spiel über eine gewisse Zeit, verfestigen sich die Energieschnüre – ein Energiespiel hat begonnen. Meist gibt es dabei einen, der klammert und einen, der wegläuft. Das sind nur zwei Rollen ein und des selben Spiels, auch wenn die Weglaufenden manchmal glauben, sie würden gar nicht spielen, sondern sich gegen den Bedürftigen schützen.

Durch die Energieschnüre geraten die Partner in emotionale und energetische Abhängigkeit zueinander, sie brauchen den anderen, um ein Bedürfnis zu erfüllen. Verweigert der andere dies, verursacht das große Angst, Verlustgefühle und emotionale Schmerzen. Die Angewohnheit, ein Bedürfnis auf der horizontalen Ebene zu befriedigen, wird zu einer Sucht, die sich meist in allen zwischenmenschlichen Beziehungen widerspiegelt. Diese Sucht nach horizontalen Energieverbindungen wird von fast allen Menschen in unserer Gesellschaft geteilt. Und so laufen wir denn alle mit unseren Saugern durch die Gegend, Tausende Verdurstende, die sich gegenseitig aussaugen.

Die neue Beziehung besteht in ihrem Kern letztlich in einem einfachen aber radikalen Schritt: Der Aufgabe von horizontalen Energieverbindungen. Statt zu versuchen, die Bedürfnisse in der horizontalen Ebene zu befriedigen, öffnet man die vertikale Energieverbindung zur eigenen Seele und der Quelle. Über die Zeit wird diese Verbindung zur innigsten und tiefsten Liebe, zu all dem, was wir uns in Beziehung so sehr wünschen: komplettes Vertrauen, Überfluss, Geborgenheit, Sicherheit, Beständigkeit. Das Bedürfnis und Verlangen, etwas aus der Welt zu bekommen, hört auf, die Sucht nach horizontalen Energieverbindungen ist durchbrochen.

Neue Beziehungen = Lichtnahrung fürs Herz

Aus dieser Sichtweise wird leicht erkennbar, warum viele spirituelle Schulen von Beziehungen abrieten. Diese Schulen versuchten, die Abhängigkeit an horizontale Energieverbindungen durch “kalten Entzug” zu beenden und dafür die vertikale Verbindung zur Seele durch massive spirituelle Praxis auszubauen. Ich halte dies nicht für einen empfehlenswerten Weg, da meiner Meinung nach eine Beziehungsstufe übersprungen wird, die für die Heilung der Psyche sehr notwenig ist. Beziehungen sind in meinen Augen ein sehr effektiver Weg der Heilung und des spirituellen Wachstums. Aber das sieht natürlich jeder etwas anders.

Trotzdem kann nicht genug betont werden, wie radikal der Wandel von horizontalen zu vertikalen Energieverbindungen ist. Die beste Analogie, um die tatsächlichen Ausmaße dieses Schrittes zu verstehen, ist die Lichtnahrung. Es gibt Menschen (ich habe welche getroffen) die auch in Hinsicht auf die Nahrung alle horizontalen Verbindungen unterbrochen haben, und sich rein aus ihrer inneren Verbindung heraus ernähren. Statt also auf der horizontalen Ebene die Energie durch das Aufessen der Lebewesen dieser Welt zu erlangen, beziehen diese Menschen ihre Nahrung aus ihrer Verbindung zum Kosmos. Welches Gefühl muss es sein, sich vom Universum genährt zu wissen? Sich jederzeit getragen und unterstützt zu wissen, vom ewigen Energiefeld, aus dem alles entstanden ist? Wie muss es sein, sich so sehr versorgt, geliebt und angebunden zu wissen, an etwas Höheres? Welches Vertrauen in die Ewigkeit mag daraus erwachsen? Wie mag es sein, ohne Nahrungs-Bedürfnis in der Welt zu existieren, autark? Wie radikal muss sich das Weltbild ändern, wenn man erlebt, dass es tatsächlich funktioniert, wenn man erkennt, wie begrenzt das horizontale System ist? Wieviel Angst muss aus dem System verschwinden, wenn die Frage des körperlichen Überlebens geklärt ist?

Der Wechsel zur neuen Beziehung ist sehr ähnlich und in keiner Hinsicht weniger tiefgreifend – nur ist die emotionale Abhängigkeit nicht so offensichtlich, wie unsere Abhängigkeit von physischer Nahrung. Die neue Beziehung ist eine Beziehung zum Kosmos, es geht nicht mehr um den anderen, es geht nicht mal mehr um die Beziehung zum anderen, es geht um die Beziehung zum Universum. Es geht darum, zu wissen, dass ich wirklich – und nicht bloß in esoterischen Zitaten – alles in meinem Inneren habe.

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes

Manche Menschen haben große Widerstände gegen diese Idee. Manche finden sie sogar kalt und einsam. Oft vielleicht, weil diese Sichtweise missverstanden wird als eine Aufforderung, sich von der Welt fern zu halten, keine Beziehungen mehr zu führen, und im stillen Kämmerlein vor sich hin zu meditieren. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, die Welt wirklich als Spiegel zu erkennen. Ob ich in den Spiegel schaue, ihn zuhänge oder unter dem Bett verstecke, ändert nichts daran, wie ich aussehe. Es geht nicht darum, was ich mit dem Spiegel mache. Ich persönlich denke aber, das beste, was ich damit machen kann, ist hineinzusehen.

Ja, ich bin sicher, wir können und werden glückliche und nährende Beziehungen führen. Aber paradoxerweise wohl erst, wenn wir sie völlig losgelassen haben, wenn wir sie nicht mehr brauchen.

Jesus sagte: “Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, und alles andere wird euch dazugegeben werden.” Was immer er mit dem Reich Gottes gemeint hat, für mich ist es die Verbindung zur Quelle. Wenn ich meine Bedürfnisse aus der Quelle erfülle, dann wird auch die Welt sie erfüllen – als äußerer Spiegel dieser inneren Verbindung. Die Welt allein aber wird sie nie erfüllen, oder wenigstens nur zeitlich begrenzt.

Das klingt fast gemein. Als eine meiner Beziehungen endete habe ich das so empfunden. “Warum kann ich es nicht haben!? Was ist das für ein blödes Spiel, wo man alles vor die Nase gesetzt bekommt und es doch nie haben kann? Immer dieses ewige Loslassen!” Wir können es haben, außen und innen, wir können den Spiegel in vollen Zügen genießen. Aber das Spiel ist so gebaut, dass wir bei allem Genießen nie vergessen, wer und was wir wirklich sind. Wie so oft, ziemlich perfekt.

Neue Beziehungen: Monogamie oder freie Liebe?

Wie sieht sie dann also aus, die neue Beziehung? Äußerlich wohl nicht viel anders, als jede andere Beziehung. Energetisch aber sind sie sich kaum noch ähnlich. Persönlichkeiten werden sich niemals treffen, nur für kurze Augenblicke. Als Seelen aber sind wir alle uns unendlich nah. Man könnte sagen, in den neuen Beziehungen lieben wir uns über den Umweg durch Gott. Beide halten die Verbindung zur Quelle und diese Quelle ist Eins.

Natürlich haben wir menschliche Bedürfnisse, brauchen wir Nähe und Zärtlichkeit. Natürlich wird es immer horizontale Verbindungen geben, solange wir leben. Und natürlich tauschen wir Energie aus und verbinden uns. Und natürlich sind wir auf einer tieferen Ebene sowieso alle verbunden. Die Aufgabe von horizontalen Verbindungen ist tatsächlich viel eher die Aufgabe der Illusion, dass wir nicht verbunden und Eins wären und eine Rückbesinnung auf diese ursprüngliche Verbundenheit.

Seit langem gibt es auch aus diesem Grund in spirituellen Kreisen die Diskussion um Treue und Monogamie in neuen Beziehungen: Machen Monogamie oder feste Beziehungen in den neuen Beziehungen noch Sinn? Sollten wir uns nicht alle auch körperlich genießen dürfen, wo wir doch eh alle eine Familie sind? Ist Treue nicht eine Idee, die allein aus Angst geboren ist?

Das klingt ja alles gut, für mich ist es aber fast irrelevant. Relevant ist, ob ich horizontal oder vertikal verbunden bin. Oft ist die sogenannte “freie Liebe” nur eine Variation, aber kein neues Modell: Ob ich mich mit meinem Sauger an einer Person festsauge, oder an 10 oder an ständig wechselnden – welchen Unterschied macht das schon? Die eine oder andere Art zu leben ermöglicht schlicht unterschiedliche Prozesse und meine Vermutung ist, dass alle Menschen – wenn sie es zulassen – mal so und mal so leben würden. Es scheint, dass die sogenannte “freie Liebe” helfen kann, Eifersucht loszulassen und die eigene Unabhängigkeit von irgendeiner bestimmten Person zu realisieren. Andererseits scheint es mir persönlich auch, dass viele Menschen, die freie Liebe leben, keine wirkliche Tiefe zulassen und so in einer Scheinsicherheit leben, in der bestimmte psychologische Wunden nicht berührt werden.

Es macht in meinen Augen in jedem Fall keinen Sinn, aus dem einen oder anderen ein Konzept zu machen. Monogamie, Polygamie, freie Liebe – es ist alles gut und richtig. Aber weder zum einen noch zum anderen sollte man sich zwingen.

Neue Beziehungen könnten also meiner Ansicht nach in allen möglichen Formen auftreten, weil die äußere Form völlig irrelevant ist. Ich schätze aber, dass sie meistens die Form annehmen werden, die wir heute Monogamie nennen. Das ist eine Beobachtung und eine Vermutung von mir, weil es für mich gefühlt mehr Sinn ergibt und die innere Realität der “Treue zum Selbst” besser spiegelt. Auch bin ich überzeugt, dass Paare, die eine realisierte neue Beziehung leben eine sehr große gemeinsame Manifestationskraft entwickeln und die Form der festen Zweier-Beziehung scheint mir ein besserer Nährboden für diese Kreationen zu sein. Aber das sind Vermutungen.

Der Weg in Neue Beziehungen

Ich denke, dass heilende Beziehungen der Schlüssel für die neuen Beziehungen sind. Heilende Beziehungen kann man kreieren, Neue Beziehungen kommen allein als Geschenk. Mein Verhältnis zu heilenden Beziehungen hat sich durch das Verständnis von horizontalen und vertikalen Energieverbindungen sehr verändert. Einige Zeit schien es, als wäre das alles ein undurchdringliches Wirrwarr, all die Wunden aus der Kindheit, die Muster, das Sich-Verlieren im Anderen – wie sollte man das jemals alles heilen?

Zu verstehen, dass es eine zentrale Sucht ist, die all diesen Mechanismen zugrunde liegt, hat mir sehr geholfen. Aber, könnte jemand sagen, wir haben doch nunmal nicht immer eine Anbindung zu Gott und fühlen uns völlig vollkommen! Wie soll man denn da horizontale Verbindungen je aufgeben? Das verlangt doch einen Erleuchteten, einen Über-Menschen!

Nein. Der Weg führt für mich gerade über die Unvollkommenheit. Es geht in heilenden Beziehungen nicht darum, dass ich in jeder Sekunde die Anbindung “nach oben” habe und ohne Bedürfnisse bin (oder so zu tun als wäre das so). Es geht für mich zunächst darum, genau das auszuhalten. Die Sucht aufzugeben, den Schmerz der eigenen Unvollständigkeit durch einen anderen Menschen und eine horizontale Energieverbindung zu lindern. Die Sucht aufzugeben, rauszurennen und nach jemandem zu suchen, mit dem ich das Loch stopfen kann. Einfach mit diesem Loch zu sein, Mitgefühl damit zu haben. Interessanterweise sind wir nämlich selbstheilende Wesen. Aber damit das geschehen kann, muss ich immerhin aufhören, das Spiel zu spielen, sonst setze ich es ewig fort.

Die Versuchung ist groß, die Mechanismen sehr subtil. Trotzdem ist es mit ein bisschen Ehrlichkeit möglich. Und je mehr Menschen diesen Weg gehen, desto leichter wird es für alle werden.

David, 15/04/2012“

August 16

Liebe ❤

Liebe

ich bin auf der reise
auf der reise zu mir
doch auf meiner reise
da fand ich zu dir

du gibst mir die wärme
die ich nicht gekannt
hatte mich vorher
wohl etwas verrannt

du zeigst mir den weg
den möcht ich gehen
den weg der liebe
wer kanns schon verstehen

seh liebe in allem
in jedem um mir
dieses gefühl bringt
mich weiter zu dir

wie wild schlägt mein herz
beim schreiben der zeilen
weg ist aller schmerz
muss mich nicht beeilen

in ruhe gehts voran
und dies schritt für schritt
ich bin nicht allein
du kommst ja mit

zusammen gelingt uns
was immer wir anfassen
und schön ist dabei
dies ohne zu hassen

die macht der liebe
schon so oft besungen
ich kann sie spühren
ists mir gelungen

hab ich den schlüssel
den schlüssel zum glück
wenn dem so sei
ich gönn euch ein stück

ich sende euch liebe
von herzen gegeben
möget ihr ewig
und glücklich noch leben

nehmt euch soviel ihr braucht
und genießt
dann sendet sie weiter
das sie weiter sprießt

alle(s) Liebe Euch

Love is the Answer